• 29.09.2015

    Was Ernährungsexpertin Nadine Kamp Eltern rät

    Nadine Kamp ist Ökotrophologin und Mutter eines kleinen Sohnes. Im Interview verrät sie, worauf Eltern bei der Trinkerziehrung ihres Kindes achten sollten.

    Wie können Eltern das Trinkverhalten ihres Kindes positiv beeinflussen?

    Kinder orientieren sich in ihrem Verhalten an ihren Eltern. Daher sollten diese nicht nur ausreichend und regelmäßig trinken, sondern den Kindern erklären, warum Trinken so wichtig ist und auch zu jeder Mahlzeit Mineralwasser anbieten. Eine Eieruhr oder ein Wecker kann die Kleinen beim Spielen an regelmäßiges Trinken erinnern. Und gemeinsame Trinkpausen können zum Auftanken genutzt werden. Wichtig ist vor allem, dass Kinder immer Zugang zu Getränken haben.

    Warum ist auch in der Schule das Trinken so wichtig?

    Das Gehirn hat nicht nur Wissensdurst, sondern braucht auch Sauerstoff, um zu arbeiten.  Dieser gelangt am besten über Mineralwasser in die grauen Zellen. Wenn Kinder ausreichend und regelmäßig in der Schule trinken, sind sie leistungsfähiger und können sich besser konzentrieren. Der Flüssigkeitshaushalt hat aber auch Einfluss auf das allgemeine Wohlbefinden. Wer nicht genug trinkt, leidet schnell unter Müdigkeit und Kopfschmerzen.

    Was empfehlen Sie, wenn Eltern einen kleinen Trinkmuffel zu Hause haben?

    In solchen Situationen können Eltern versuchen, ihr Kind spielerisch auf den Trinkgeschmack zu bringen. So können sie beispielsweise mit verschieden farbigen, ungesüßten Tees optisch und geschmacklich für Abwechslung im Trinkbecher sorgen. Auch mit der Kohlensäure im Mineralwasser kann man Kinder begeistern, weil sie auf der Zunge kribbelt. Die Geschmäcker und das Verhalten der Kleinen ändern sich so häufig – also nicht aufgeben und immer wieder Neues ausprobieren.