• 14.07.2014

    Schutz von Mineralwasser - Wie das Geschenk der Natur bewahrt wird

    Als Naturprodukt unterliegt Mineralwasser besonderem Schutz. Der Gesetzgeber hat klare Regeln definiert, die Mineralwasser in seinem Bestand und seiner Qualität langfristig bewahren. So darf längst nicht jedes Wasser die Bezeichnung „natürliches Mineralwasser“ tragen. Dieser Titel bleibt den Wässern vorbehalten, die die entsprechenden Anforderungen der Mineral- und Tafelwasserverordnung (MTVO) erfüllen. Dazu gehören die natürliche Entstehung des Wassers und seine Förderung aus unterirdischen, vor Verunreinigungen geschützten Wasservorkommen sowie seinen Gehalt an natürlichen Mineralstoffen und Spurenelementen, deren Zusammensetzung konstant ist. Um die natürliche Reinheit und Qualität von Mineralwasser zu bewahren, erlaubt das Gesetz nur wenige Behandlungsverfahren, wie die Zugabe oder Entnahme von Kohlensäure oder das Abtrennen von Eisen und Schwefel. All dies geschieht auf schonende Weise durch Belüftung oder Filtration. Eine sogenannte Entschwefelung und Enteisenung wird aus geschmacklichen und optischen Gründen vorgenommen.

    Zur Sicherung der Qualität muss auch die Abfüllung in Flaschen direkt am Quellort erfolgen. Dass die strengen Vorgaben eingehalten werden, prüfen Brunnenbetriebe, Behörden und unabhängige Labore in mehr als 200 Einzeluntersuchungen. Wässer, die die gesetzlichen Auflagen erfüllen, werden als „natürliches Mineralwasser“ amtlich anerkannt. So ist die natürliche Reinheit für den Verbraucher garantiert. Die amtliche Anerkennung ist in Deutschland einmalig, denn kein anderes Lebensmittel erhält hierzulande ein solches Zertifikat.

    Zum Schutz von Mineralwasser gehört auch, dass es im Restaurant und im Café in der Flasche serviert werden muss. Der Kellner darf die Flasche erst am Tisch öffnen, um die Sicherheit, Frische und Qualität bis zum Verbraucher zu gewährleisten.