Qualität & Sicherheit

Nachhaltige Förderung von Mineralwasser


„Ein besonders schonender Umgang mit der Ressource 'Wasser'“

Was viele nicht wissen: Während in vielen Industriezweigen Nachhaltigkeit nur ein Marketingbegriff ist, ist er in der Tätigkeit vom Mineralbrunnen gelebte Realität. Bevor eine Mineralwasser-Quelle erschlossen wird, muss beispielsweise durch Pumpversuche nachgewiesen werden, dass eine nachhaltige Förderung des Grundwassers überhaupt möglich ist. Ganz einfach erklärt: Wenn man eine bestimmte Menge aus dem Wasservorkommen für die Produktion entnimmt und der Wasserstand trotzdem stabil bleibt, ist das ein guter Indikator, dass eine nachhaltige Nutzung gewährleistet ist. Bildhaft vorstellen kann man sich das anhand einer Badewanne: Zieht man den Stöpsel, dann ist irgendwann alles Wasser abgelaufen. Um Nachhaltigkeit sicherzustellen, muss man in der gleichen Menge Wasser aus dem Hahn nachlaufen lassen. Dieser Zustand muss auch bei einem Mineralwasser-Vorkommen sichergestellt sein.

Die Mineralbrunnen haben ein großes Interesse daran, dass ihre Quellen möglichst lange problemlos funktionieren und produktiv bleiben. Entsprechend intensiv bemühen sie sich um deren Schutz. Viele Mineralbrunnen sind heute technisch sehr fortschrittlich ausgestattet. In den Quellen befinden sich Sonden, die den Wasserstand und die Wasserqualität in Echtzeit messen und so immer ein ganz aktuelles Bild des Wasservorkommens bieten. Über frequenzgesteuerte Pumpen können die Entnahmemengen sehr genau geregelt werden. Durch den schonenden Umgang mit der Ressource „Wasser“ sind viele Brunnen sehr langlebig – eine Nutzung von bis zu 100 Jahren ist durchaus möglich.


Ursprüngliche Reinheit von Mineralwasser


„Besonders gut vor Verunreinigungen geschützt“

Die ursprüngliche Reinheit ist ein zentrales Merkmal, das natürliches Mineralwasser von allen anderen Wassergattungen unterscheidet. Ursprüngliche Reinheit bedeutet, dass Mineralwasservorkommen auf Grund der geologischen und geographischen Situation besonders gut gegen Verunreinigungen geschützt sind. Viele Jahrzehnte galt ein Wasser als „ursprünglich rein“, wenn es von Natur aus keine mikrobiologischen Krankheitserreger enthielt. Inzwischen wird der Begriff aber viel weiter gefasst. Der Fokus liegt auch auf möglicherweise auftretenden chemischen Verunreinigungen, die auf die Tätigkeiten des Menschen zurückzuführen sind. Beispiele sind Rückstände von Pflanzenschutzmitteln oder so genannte polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe. Solche Substanzen hat eindeutig der Mensch in die Umwelt eingebracht, einige von ihnen sind als gesundheitlich bedenklich eingestuft. Das Risiko für den Eintrag solcher Stoffe in den allgemeinen Wasserkreislauf hängt von verschiedenen Faktoren ab. Bei Oberflächengewässern wie Seen und Flüssen oder bei flach liegenden, wenig geschützten Grundwasservorkommen liegt ein hohes Risiko auf der Hand. Selbst bis in tiefer liegende Wasservorkommen können Spuren solcher Stoffe vordringen, denn sie sind mittlerweile in der Umwelt weit verbreitet, sehr gut wasserlöslich und persistent, das heißt sie bauen sich nur schwer ab.

Auch natürliches Mineralwasser stammt aus dem tieferen Untergrund und ist Teil des allgemeinen Wasserkreislaufs. Und selbst durch weitestgehend undurchlässige geologische Deck- und Filterschichten können winzige Mengen der oben beschriebenen Stoffe bis in die tief liegenden Mineralwasservorkommen vordringen. Einen absoluten Schutz gibt es in der Regel nicht. Zur Beurteilung der Mineralwasserqualität werden jedoch sehr niedrige Werte für solche Substanzen angelegt. Dadurch wird sichergestellt, dass die ursprüngliche Reinheit gewahrt bleibt. Um immer genaue Kenntnis über den Zustand ihrer Wasserqualität zu haben, untersuchen viele Mineralbrunnen ihr Wasser regelmäßig und streng, sowohl mikrobiologisch als auch chemisch. Mit einwandfreien Ergebnissen belegen sie, dass ihre Quellen hervorragend geschützt sind.

In diesem Sinne ist und bleibt Mineralwasser ein Geschenk der Natur und damit unter den Lebensmitteln etwas Besonderes.


Qualitätskontrolle von Mineralwasser - wie funktioniert das?


„Hohe Prüfungsdichte und -qualität bei Mineralwasser“

Eine strenge Kontrolle der eigenen Produkte hat für jeden Lebensmittelunternehmer höchste Priorität. Das gilt natürlich auch für die Mineralbrunnen. Viele verfügen über gut ausgestattete Betriebslabore, mit denen sie die wesentlichen Leitparameter der Qualität mehrmals täglich vor Ort untersuchen können. Dazu zählen z.B. die Konstanz der Mineralisation, der Gehalt an charakteristischen Inhaltsstoffen sowie der mikrobiologisch einwandfreie Zustand der Produkte. Aufwendigere Untersuchungen übernehmen häufig externe Prüfunternehmen wie SGS Institut Fresenius. Hinzu kommen Kontrollen durch die Lebensmittelbehörden. Schließlich stellt auch der Verband Deutscher Mineralbrunnen (VDM) konkrete Anforderungen an seine Mitglieder. In regelmäßigen Abständen müssen sie ihm gegenüber dokumentieren, dass Prüfungen zur mikrobiologischen Qualität und zur ursprünglichen Reinheit durchgeführt und bestanden wurden.

Es ist zu beobachten, dass die internen und externen Anforderungen an die Prüfung von Mineralwasser stetig anspruchsvoller werden. Dies hängt zum einen damit zusammen, dass der Gedanke der Nachhaltigkeit und der schonende Umgang mit natürlichen Ressourcen stark an Bedeutung gewinnen. Zum anderen wird der Wunsch der Hersteller immer größer, sehr genau über die Eigenschaften und die Qualität ihrer Mineralwässer Bescheid zu wissen. Hier kommt ihnen der technische Fortschritt zugute, da einzelne Stoffe heute bis in den Bereich von Nanogramm, das heißt Milliardstelgramm pro Liter, bestimmt werden können. Das ist der sprichwörtliche Zuckerwürfel in einem großen See.

Insgesamt ist die Prüfungsdichte und -qualität bei Mineralwasser als hoch einzuschätzen – auch im Vergleich zu anderen Wassersorten. Eine Überprüfung auf bakterielle Belastungen findet zum Beispiel bei der Abfüllung von Mineralwasser in der Regel alle 50.000 Liter statt. Bei Trinkwasser müssen entsprechende mikrobiologische Untersuchungen aufgrund des unterschiedlichen Gewinnungs- und Verarbeitungsprozesses alle 15 bis 30 Millionen Liter unternommen werden.

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